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Es ist jetzt gerade mal 3½ Jahre her, da saß ich zum ersten mal im Buggy. War gleich angefressen und habe mir auch gleich gebrauchtes Equipment gekauft.
Ich bin Segelflieger und habe so meine ersten Versuche auf unserem Flugplatz hier im Schwarzwald zusammen mit Bonsai (ja, man glaubt es kaum, aber der Chaot ist auch Seglflieger) auf der Piste und den umliegenden Wiesen gemacht.
Wir waren beide etwas verrückt das Buggyfahren mit einer Adrenalin S zu lernen. Bonsai war noch viel wahnsinniger und hat auch deutlich mehr blaue Flecken zu heilen.
Ich bekam auch bald mal mit, das die Firma Libre seinen Sitz bei mir um die Ecke hat und so habe ich sehr früh Hans Hauser kennengelernt.
Mit ihm ging es dann gleich im zweiten Winter mit zu einem „Kiteski-Treffen“, wo ich mit Armin Schwarz, Stefan Herr und auch Björn Krautschick (nicht zu vergessen Flo Buchter und Jojo Rieth) ein paar tolle Tage hatte. Zusammen hatten wir jede Menge Spaß (Zitat Björn: die Spaß-Hölle auf Erden)! Alles alte GPA’ler und zum Teil Männer der ersten Stunden!
Dann im Sommer Üben, Üben, Üben und mit der Hilfe von den oben benannten auch jede Menge Tips und auch vernünftiges Material. Im Buggy klappt jetzt eigentlich alles Super!
Dann der herbe Rückschlag: Neben unserer Landebahn steht ein Fiat Bachetta-Cabrio, Dach geschlossen, direkt neben unserer „Anlegestelle“ auf der anderen Seite der Strasse. Wind heftig Böig. Matte: Adrenalin XS! Ich steige aus meinem Buggy und will noch über die umherliegenden Schnüre hüpfen da ergreift mich eine Böe: Katapultartig nach oben und durch die kleine Matte sehr unsanft wieder auf den Boden zurück. Ich hänge im Trapez und die Matte fängt an zu loopen. Ok, hinter der Strasse bin ich mit voller Wucht auf den Bachetta geprallt. Mit meinem Körper habe ich mehrere Dellen in das edle Gefährt gerammelt. Die Leinen sind dann in den Rückspiegel eingehängt und haben das Faltdach zerstört...
Außer das es mir mit den extremen Abschürfungen und Prellungen beschissen ging hatte ich einen Schaden von ca. 6000!!! DM zu beklagen. Gott sei Dank: Ich hatte den Helm noch auf dem Kopf!
Scheiße, Versicherung deckt den Schaden nicht (von dem Geld hätte ich mir lieber einen Satz Boras gekauft), musste also komplett selbst zahlen!
Dann der Winter 2000/2001: erst Reschensee das Libre Event mit wieder lauter neuen Leuten, alle nett und das gemeinsame Hobby verbindet. Anschließend Silvaplana Euro. Wieder nette Leute und wieder ein paar GPA’ler mehr im Freundeskreis. Ja Kalle Biester, Ute Nissen, Uwe Maas, Helmi, Birte, und, und, und... waren nur zum Zuschauen gekommen! Sie haben uns „Rennfahrern“ extrem viel geholfen und wir haben super Feten gefeiert!
Unter dem Eindruck versprach ich gleich zu Ostern zum ersten mal nach Römö zu kommen. Ich habe dann auch gleich in der Open-Class gemeldet. Mitglied in der GPA wurde ich natürlich auch gleich.
Römö war einfach Super. Auch im Event waren alle klasse drauf und extrem hilfsbereit! Ja, da bekommt bestimmt jeder Hilfe vom deutschen oder Europameister! Ich hab’s selbst erlebt!
Es lief auch sehr gut und ich bin zu allen weiteren Events gefahren (hier vom Schwarzwald aus sind es nach Römö immerhin 1100km)!
Nein ich bin nicht nach Römö um mich mit den GPA-Männern zu fetzen, sondern weil ich mich mit allen gut anfreunden habe und prima austauschen konnte! Ich erfuhr Hilfe und Tips von allen möglichen Seiten! Danke noch mal...
Lange Worte, kurzes Fazit:
Mein erster Fehler war die fehlende Versicherung! 6000 Mark sind auch wenn man vernünftig verdient eine Menge Geld! Und es hätte statt dem Auto ja auch ein Kind sein können (ich darf gar nicht dran denken)!
Die Versicherung hab ich jetzt!
Mit der Unterstützung der GPA’ler, hauptsächlich Armin Schwarz, die mich und Bonsai wirklich gut ausgebildeten haben wir beide den Aufsteig in die Master-Class geschafft. In unserer ersten Saison! Also Tips und Tricks von den Freaks zu holen lohnt sich wirklich und im Nachhinein wäre es zum Anfang unserer Versuche auch Gold wert gewesen. Ich bin deshalb absolut für eine vernünftige Ausbildung!
Etwas Theorie lernen muss man spätestens wenn man nach Römö kommt und an einem Karfreitag sich zum ersten mal in ein doch recht großes Getümmel stürzt (wie war das mit der Vorfahrt noch mal???)! Wenn man dann mit 60 bis 70 Sachen in Römö rumbrezelt muss man sich auch auf diese Kenntnisse der Anderen verlassen können (ich denk gerade an die Schmerzen nach meinem Auto-Bodycheck, wie wäre das wohl wenn ein 2ter Buggy in mich rein fährt?)!
Nach den drei Jahren frag ich mich ernsthaft was man gegen die GPA haben kann? Man hat ein absolut geniales Fahrgebiet erschlossen und auch gepachtet, das außer wenn das Militär mal wieder übt jederzeit befahren werden kann! Man tut alles um gerade dieses auf Ewig zu erhalten! Ich nehme die Helmpflicht und auch Grenzen des Gebiets sehr ernst, besonders wenn man mal aufpaßt wie häufig die Polizei auf der „Strasse“ Patrouille fährt. Die Jungs wissen ganz genau wo sich der Buggy aufhalten darf, ich hab‘s erlebt!
Ich frag mich auch was man gegen die Lizenz haben kann? Etwas Theorie tut uns doch allen mal wieder gut, und zum Anfangen kann ich nur sagen: Laßt euch auf die alten Hasen ein! Man kann so viel von Ihnen lernen wenn man nur mal anfängt zuzuhören! Also wenn diese dann die Ausbilder sind: Genial!
Und Versicherungspflicht? Denkt an den Bachetta! Was wäre wohl gewesen wenn das dem Nichtverdiener, sprich damals noch Schüler Bonsai passiert wäre??? Her mit den Versicherungen!
Also bleibt doch alle mal deutlich lockerer, laßt Euch doch einfach auf die GPA-Leute ein, kommt doch mal zu einem Event! Lernt doch auch mal den Sport und die Organistion mit anderen Augen zu sehen!
So long, man sieht sich Ostern auf Römö!
Jojo (nicht der Rieth aber auch aus dem Schwarzwald) |