Mein erstes mal ...  eine nette kleine Geschichte von Josef, die er mir freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Jau, und dran denken, immer an die Regeln auf dem Buggygelände in Rømø halten. Dann haben wir alle noch lange was von dem Gelände, und die Forstverwaltung bleibt locker !!

Mein erstes mal ...                             
                                     ... auf Rømø

Samstag Nacht, 2.2.02 , 4Uhr. Der Wecker klingelt, ich hellwach (bild ich mir zumindest ein), dreh mich noch mal eben um, nur ein paar Minuten (hoffentlich gaaanz lange) bis mich meine Frau ein zweites mal weckt. 
Scheisse, um 5 kommen die anderen, also Kaffee aufgesetzt, rein in die Klamotten und schon sind alle da - gut daß wir schon am Vorabend gepackt haben. Ab auf die Bahn, meine Frau labert mich voll, Sekundenschlaf läßt grüssen, irgenwann wird es hell, so langsam kommt man zu sich, nur noch 400 Kilometer. Halb eins Mittags, wir fahren über dem Damm nach Romo, puh, Glück gehabt, kein Stau und wir betreten Heiligen Boden. 
Schnell zum Haus, Klamotten ausgeladen, Buggyfahren lohnt sich nicht, dauert zu lange mit zusammenbauen usw. , müssen aber den riesigen Buggy-Strand von Romo sehen sehen, Wetter ist auch super geil, Sonne und 7-8 Windstärken. Also rein ins Auto und ab zum Strand, ist ganz nah, haben unser Haus extra in nur 1000 Meter Entfernung genommen. Deich rauf und schluck! Wo soll hier Strand sein??? Wir sehen nur Wasser, weit und breit. 
Egal, ist bestimmt gerade Flut (hoff!) und morgen können wir fahren wie die Weltmeister (hoff noch mehr!). 
Sonntag morgen 7 Uhr, ich werd wach, es ist noch dunkel aber ich will Buggy Fahren. Das Teil schon am Vorabend zusammengebaut, warten bis die anderen aufstehen, leider sind alle vom Schlafen so erschöpft das die dann nicht in die Pötte kommen, Frühstück dauert vieel zu lang, also scheiss drauf, Fahr ich halt allein mit meinem Buggykumpel Sven zum Strand, sollen die Mädels doch da bleiben. 
Rein ins Auto, rüber übern Damm und siehe da, der liebe Gott war uns gnädig, man kann den Strand erahnen, auf einer Breite von 30 Metern steht das Wasser niedriger als 5 cm. 
Also Matten aufbauen, rein in den Buggy und ab geht die Post. Blöd nur daß der Wind sehr schräg reinkommt, das Fahren beschränkt sich auf Höhe laufen, nach einigen tausend Kilometern wird das befahrbare Gebiet etwas breiter, die Pfützen aber tiefer, egal, mitten durch, das spritzt auch so schön mit den Big-Foots, nur schade daß die Schuhe die angeblich wasserdicht sind sich von Wasser ernähren. Die Kälte zerrt an den Füssen, Schnautze voll und ab zum Haus. Schuhe aus und der Hammer! Hat sich ein Fisch beim fahren in die Schuhen verirrt, der elendig zerquetscht wurde und gerade verweest? Draussen trocknet das nicht, also Sauna an, Schuhe rein, das Haus stinkt, egal - wer fahren will muss leiden. 
Nächster Tag, wieder alles überflutet, scheisse, dafür 650km gefahren??? 
Na ja, gucken wir uns mal die Insel an, also rein in die Karre, soll ja ein Einkaufszentrum auf der Insel sein, mit "dem größtem Drachengeschäft der Insel". 
Der Drachenladen ist der Knaller, so `ne Art Bretterbude, hat natürlich zu, gut daß ich genug Schnüre dabei hab. Die Frauen sind auch nicht gerade glücklich, das Schoppingcenter hat auch zu. Na ja, fahren wir mal zum Strand der ja nicht fürs fahren freigegeben ist und siehe da - Geil!!! 
Das größte Fahgebiet was ich je gesehen hab, der Sand knochenhart, teilweise ein bisschen feucht, aber ein Traum. 2 Spatziergänger unterwegs auf einer Fläche von 20? 30? Fussballfelder. Wen sollen da schon 2 Buggyfahrer stören. 
Also rein in die Auto`s, ab zum Haus, Buggy`s aufgeschnallt, wieder hin, Wetter stabiel, der Wind pfeift, die 2er Matte aufgebaut, und ab geht die Luzi. Ruck zuck so 70-80 Sachen drauf, blöd nur daß es mein Tacho nicht tut, mein Kumpel hat ne gefahrene Höchstgeschwindigkeit von 226kmh!!! (???), so schnell war ich dann doch nicht, wohl ein Problem mit der Feuchtigkeit. 
Mit dem Wetter hatten wir super Glück, morgens früh hat es meistens geregnet, gegen Mittag wurd es dann schön und so sind wir dann auf diesem Strandabschnitt ganze Woche rumgepeest. Herrlich! 
Genial war auch die Variable Gabel vom Steffen Gesser (www.buggy-panic.de)die er mir noch auf die Schnelle gebrutzelt hat. Je nach Lust konnte ich Ruck-Zuck die Gabelholme wechseln und somit variieren ob ich denn mit Big-Foots oder Karrenrad fahre, ich sach nur superstabiel und praktisch das Teil, ist sein Geld echt wert. Dafür verdient er echt den Buggyfahrer-Orden, der Mann ist echt kreativ! (Danke noch mal daß es auch so flott ging) 
Wer noch nicht in Dänemark war und noch hin möchte sollte auf jeden Fall ganz viel Lebensmittel oder noch mehr Kohle mitnehmen, für `ne Flasche orginal Coca-Cola wollen die z.B. 5Euro, ist echt der Wahnsinn! 
Insgesamt war es ein wirklich schöner Urlaub, die Arme sind völlig ausgepumpt und der faulige Fischgestank verabschiedet sich so langsam. 
Wird auf jeden Fall nicht das letzte mal gewesen sein! 
Josef