Rainer schildert sein erstes Wiesenerlebnis mit seinem "Adoptierten Buggy.

Sonntag Morgen, 8.00 Wecken, rausgesprungen, www-wetter-online.de, 3-4, kein Regen! Also schnell gefrühstückt, meinen adoptierten v-max in den Kofferaum gepackt und losgebraust. Etwa gegen 9.45 bin ich auf der Wiese im Mandelbachtal angekommen, un der erste Schock. Bei uns sah es noch Windstill aus, und hier ging es ab wie Nachbars Lumpi. Die 4 waren also kein Trick, um mich aus dem Haus zu locken, sonder Realität.

Nach etwa 15 min war der Buggy wieder zusammengeschraubt, die Matte aufgebaut, Helm an, und die ersten Runden 'trocken' geflogen. Also einsteigen! Leider hatte mich die Matte ein paar meter von Max weggezogen, also im Hasenhoppelstil zurück, hingesetzt, Matte aus den Augen verloren... aber die hat sich dann gleich wieder gemeldet.Irgentwas zerrt mich plötzlich aus dem Sitz, zieh mich 5 Meter über die Wiese, und plötzlich weiss ich, wieso das Gras so schön kurz ist. SCHAFE! Und das was von ihnen übrigbleibt, häng jetzt an meiner Jacke. Hmmm, sieht doch bei den Jungs immer so einfach aus.

Also den Buggy ein wenig mehr in den Wind gedreht, und wieder rein. Diesmal klappt es ein wenig besser, sprich nach einigen Metern Fahrt auf genommen, Matte geklappt, Leinen überfahren, aber zum Glück mit dem Hinterrad aufgesammelt. Wenigstens sind sie nicht gerissen. 5 min mit 'entwirren' verbracht, Matte getartet und wieder eingestiegen, ausgestiegen, eingestiegen ......

Muss klappen, andere können es ja auch, also wieder von vorne. Matte gestartet, nach oben geflogen, eingestiegen. Ein wenig gerollt, Matte ins Windfenster gesteuert, und plötzlich zerrt einer wie irre an meinem Buggy. Achterbahn ist nix dagagen. 100 meter, dann wieder das Spiel mit der klappenden Matte und vorbei. Das Ganze immer wieder, immer wieder und immer wieder....

Schön und gut mit der Theorie aus 'Kite and Friends', aber die Realität hat nun mal andere Gesetze. Mittlerweile ist es 11.30, der Wind hat nachgelassen, also meine 5.5. Die ist träger, klappt aber nicht die Bohne am Windfenster. Und siehe da, erste Halse, zurück, zweite Halse, und...... Wiese zu Ende???? Wie war das mit dem Kreuzen? Wiso verliere ich so viel Raum? Also Härter am Wind. Aber nicht mehr hier. Plötzlich verstehe ich auch, wieso ich manchmal auf den Bildern gesehen habe, das die Jungs ihre Bodenanker am Buggy hatten. Matte einfach ablegen ist nicht, und Matte in der einen Hand und Buggy in der anderen ist auch nicht so einfach. Sch..... ist das Ding schwehr. Und die 400 Meter die ich in 3 min 'verloren' hatte, ziehen sich doch ordentlich (Weichei) Also wieder von vorne, aber härter am Wind. Der Seitenzug steigt, und plötzlich geht es mal wieder ohne Buggy weiter. Diesmal ist die ander Seite voller Schafscheisse. Dann lohnt sich wenigstens das Waschen. Also wieder eingestiegen. Mitterlweile sieht so ziemlich alles aus, als hätte ich eine Vorliebe für Schlamm. 13:00 und schon etwa 1000 Meter in Summe gefahren. Aber immerhin klappt das Starten schon besser. Und dann, plötzlich eine Halse, bis auf die andere Seite, eine Halse und zurück! Glücklich, total am Ende und unverletzt denke ich mir 'Genug für Heute', und Packe ein!

Es ist noch ein langer Weg, und mein Respekt vor euch Jungs, die ihr einfach in eure Buggy's steigt oder auf eure Boards ist määääächtig gewachsen. Aber Morgen ist ja Feiertag, und dann wird einer wieder auf der Wiese stehen, und ratet mal wer das ist :-)

Gruß
Rainer