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Kaffeepause bei Windstärke 10
Es war am Montag als die nagelneue Firebee 6.5 vom Drachenstore
zu mir in die Agentur geliefert wurde. Ich weiß jetzt, dass dieser Drachen das letzte sein wird,
was meine Augen in diesem Leben noch wahrnehmen werden. Flach ausgerollt
auf dem Boden hat mir diese Matte schon einen Heidenrespekt ein. Die Länge
von 5,15 m und die graugrüne Farbgebung lassen mich instinktiv an einen Hai
denken, der lauernd auf sein nächstes Opfer wartet...alles in allem ein
wirklich schönes Stück Handwerksarbeit!
Am Dienstag dann hatte ich die Firebee immer noch in der Agentur liegen,
raußen fing der Orkan "Anna" in Bremen gerade an die ersten Bäume umzuknicken und ab und zu sah man einen einsamen Regenschirm oder eine
Baseball-Mütze an unserem Schaufenster vorbei fliegen - perfektes Drachenwetter also! :)
In meiner Kaffeepause wollte ich die Firebee dann endlich mal mit gefüllten
Luftkammern sehen, einfach nur mal in den Wind halten, dachte ich mir.
Gesagt getan, bin ich also raus auf unseren kleinen Parkplatz, der direkt
an einer Hauptverkersstraße liegt - eigentlich genug Platz zum "Matte
hochhalten". Also erstmal schön ausgerollt das gute Stück, die Waageschnüre
entwirrt und dann kräftig an der Waage gezogen, drei schnelle Schritte
zurück....und schon kniete ich 5 Meter weiter vorne mitten auf der
Hauptverkehrsstraße... Eine Windböe hat gereicht mich augenblicklich um 5
Meter zu versetzen, wobei die Firebee noch nicht mal voll aufgefaltet war.
Ich bin heilfroh, dass nicht zufällig ein LKW oder sonst irgendein
motorisiertes Etwas auf der Straße rumfuhr zu dem Zeitpunkt als ich da
meine "Blutgrätsche" hingelegt habe.
Nachdem ich dann meine Matte und meine Kniescheiben (über ein paar
Schürfwunden lacht der gediegene Mattenflieger ja nur) wieder eingesammelt
habe, habe ich den Entschluss gefasst für's erste keine großen Matten mehr
auf der Hauptverkehrsstraße zu fliegen und damit lieber bis Römö zu warten
- Sand ist einfach weicher...
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